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Schmierblutung

Fast jede Frau hat in ihrem Leben bereits Erfahrungen mit Schmierblutungen gemacht. Für diejenigen unter uns, die bisher von diesem Phänomen verschont wurden, hier eine kurze Erklärung: Unter einer Schmierblutung versteht man landläufig eine außerplanmäßige Blutung, die anstelle aber auch zusätzlich zur monatlichen Regelblutung auftreten kann. Von den meisten Frauen wird sie als unangenehm beschrieben, wobei es meist nicht zu den extremen Nebenwirkungen – wie starken Kopfschmerzen etc. – wie bei einer normalen Menstruation kommt.

Wie erkenne ich, dass ich eine Schmierblutung habe?

Das Sekret einer Schmierblutung ist meist bräunlich oder dunkel gefärbt und fällt daher besonders durch hartnäckige Flecken in der Unterwäsche auf. Im Grunde handelt es sich bei einer Schmierblutung um eine schwache Blutung die meist nur einen Tag anhält. Nach tiefergehenden Veränderungen im Leben einer Frau, z.B. einer neuen Liebe, einer frischen Trennung aber auch während einer Lebensmittelumstellung oder einer Diät kann eine Schmierblutung jedoch auch bis zu mehreren Tagen anhalten. Die meisten Frauen sind beim Auftreten von Schmierblutungen stark verunsichert. Dies liegt daran, dass die wahren Gründe für die Schmierblutungen zunächst nicht offensichtlich auf der Hand liegen. Bekannt sind Schmierblutungen vor allem während der Schwangerschaft, da der Körper eine gravierende Veränderung in seinem Hormonhaushalt erfährt. Doch auch während oder nach den Wechseljahren treten vermehrt Schmierblutungen auf, weshalb diese oft als eines von vielen Symptomen für Wechseljahre gesehen werden.

Was sind die Ursachen für Schmierblutungen?

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Schmierblutungen. Glücklicherweise sind in den meisten Fällen keine gravierenden Ursachen für die außerplanmäßigen Blutungen verantwortlich. Wenn sich jedoch die Intensität (Blutung wird nach zwei Tagen noch stärker), die Häufigkeit (mehr als zweimal im Jahr) oder die Dauer (länger als ein paar Tage) einer Schmierblutung ändert, ist Vorsicht geboten. Im Zweifel sollte sich daher jede Frau von ihrem Frauenarzt untersuchen lassen, wenn die Schmierblutung länger als über zwei bis drei Tage andauert und öfter als einmal im Jahr erscheint.

Frau in den Wechseljahren mit Unterleibsschmerzen

eine Schmierblutung stört im Alltag

Meistens ist die Ursache der Schmierblutung harmlos und stellt keinen echten Anlass zur Besorgtheit dar. Zu den häufigsten Gründen für eine Schmierblutung zählen in Wirklichkeit Veränderungen im Haushalt der Hormone. Diese Änderungen können bei Frauen viele verschiedene Gründe haben. Ähnlich wie die meisten Aktienkurse bewegen sich die weiblichen Hormone nie zu einhundert Prozent gleichförmig sondern tänzeln tagesformabhängig in bestimmten Wertegrenzen. Außergewöhnliche Ereignisse können daher die gewohnten Bahnen der Hormone auch schon mal durcheinander bringen. Hierzu gehören beispielsweise neben der Einnahme der Pille als Verhütungsmittel auch der Eintritt in eine Schwangerschaft sowie der Eintritt in die Wechseljahre. Es kann aber auch sein, dass die Ursache in einer durchaus ernsthaften Erkrankung der Geschlechtsorgane oder des Hormonhaushaltes (Stoffwechselkrankheit) begründet liegt. Zu den möglichen, verschiedenen krankheitsbedingten Auslösern für Schmierblutungen zählen unter anderem das Auftreten von Polypen (mikroskopisch-kleine Ausstülpungen der Schleimhaut) oder Myome (gutartige Tumore auch Gebärmuttergeschwulst genannt). Doch auch bereits kleinste Entzündungen der Eierstöcken oder der Gebärmutter haben bereits Auswirkungen. Der Vollständigkeit halber sind noch Wucherungen außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) und am Muttermund (Portioektopie) als Grund für eine Schmierblutung zu nennen. Sobald ein hormonproduzierendes Organ (wie die Leber oder die Nieren) erkrankt, wirkt sich dies direkt auf den weiblichen Stoffwechsel aus und kann ebenfalls unregelmäßige Blutungen freisetzen. Solche Veränderungen im Haushalt der Hormone lassen sich nur durch eine Blutabnahme und Analyse im Labor wirklich sicher diagnostizieren.

Weithäufiger dagegen sind psychische Belastungen wie Stress im Beruf oder in der Beziehung. Für viele Frauen gelten daher Schmierblutungen als ein wichtiger Indikator, dafür dass sie sich und ihrem Körper wieder mehr Ruhe gönnen sollten. Doch manchmal liegt die Ursache auch tiefer. Viele Gynäkologen überweisen daher ihre Patientinnen zunehmend auch in die Hände eines Psychologen.

Schmierblutung in den Wechseljahren

Wie allgemein bekannt verhält sich die Periode bei Frauen in den Wechseljahren nicht mehr so regelmäßig wie bei jüngeren Frauen. Wenn Schmierblutungen in der ersten Hälfte des Periodezyklus einer Frau in den Wechseljahren erscheinen, signalisiert dies eine nicht ausreichende Östrogenproduktion. Als Folge dessen wird die Gebärmutterschleimhaut leicht brüchig, was oft in Form einer Schmierblutung in Erscheinung tritt.

Hausmittel gegen Schmierblutung

Für den Fall, dass Sie an keiner tatsächlichen Krankheit leiden, können Sie homöopathisch mit sogenannten Phytoöstrogenen gegensteuern. Als Phytoöstrogene werden die Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen bezeichnet, die zwar keine echten weiblichen Östrogene darstellen, den eigenen Hormonhaushalt jedoch positiv beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem Rotklee, Mönchspfeffer, oder Hirtentäschelkraut. Hirtentäschelkraut bekommt man in der Apotheke und es wirkt auf die Gebärmutter blutungsstillend. Brühen Sie einen Teelöffel des altbekannten Hausmittels Hirtentäschel in einer Kanne auf und trinken Sie drei bis vier Tassen über den Tag verteilt.

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