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Hormonersatztherapie

In den Wechseljahren kommt es zu einem Ungleichgewicht der Hormone, das mittels einer künstlichen Hormonersatztherapie ausgeglichen werden kann.

Welches Ziel verfolgt eine HET?

Mit einer Hormonersatztherapie (HET) sollen die Beschwerden, die durch einen Östrogenmangel bedingt sind, beseitigt werden. Andererseits können solche Wechseljahresbeschwerden mittels HET verhindert werden, wenn damit frühzeitig angefangen wird. Das bedeutet, dass mit einer Hormonersatztherapie keine Wiederherstellung der Hormonkonzentration erzielt werden soll. Innere Unruhe, Schlafstörungen, Hitzewallungen und andere Symptome, die für die Wechseljahre typisch sind, können effektiv behandelt werden.

Was wird vor einer Hormonersatztherapie notwendig?

Vor einer HET erfolgt eine Untersuchung beim Gynäkologen. Zudem wird der Arzt seine Patientin eingehend befragen und beraten. Mittels einer Blutuntersuchung wird der Hormonspiegel bestimmt. Gemeinsam werden Patientin und Arzt abwägen, welches Risiko und welchen Nutzen eine Hormonersatztherapie mit sich bringt.

Risiken und Nutzen einer Hormonersatztherapie

Ein Fakt ist, dass die typischen Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Leiden Frauen extrem an diesen Symptomen, stellt die Hormonersatztherapie einen relativ großen Nutzen dar. Besonders bei frühem Therapiebeginn konnten positive zusätzliche Wirkungen festgestellt werden.  Allerdings gibt es auch bei dieser Behandlung Risiken, sodass individuell überlegt werden muss, ob Nutzen oder Risiken überwiegen.

Je früher mit der HET angefangen wird, desto ausgeprägter stellt die Hormonersatztherapie eine Vorbeugung für Osteoporose dar. Einige Studienergebnisse konnten belegen, dass sich bei Frauen, die mit HET behandelt wurden, das Risiko für Morbus Alzheimer oder koronaren Herzkrankheiten sank. Die Woman’s Health Initiative Studie ergab beispielsweise eine Risikosenkung um rund vierzig Prozent für Infarkte und das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, sank um etwa fünfzig Prozent.

Diese zusätzlichen positiven Effekte treten allerdings nur bei gesunden Frauen auf und bei Frauen, die vor dem sechzigsten Lebensjahr mit einer Hormonersatztherapie beginnen.

Risiko Brustkrebs

Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine HET das Wachstum sogenannter Hormonrezeptor-positive Tumore fördert. Das bedeutet: Das Zellwachstum dieser Tumore wird durch Hormone angefacht.

Die Risiken und Nutzen einer Langzeitbehandlung mit Hormonersatz  sind  je nach Gestagen-Art und Darreichung unterschiedlich. Untersuchungen ergaben, dass ein höheres Brustkrebsrisiko bei der Kombination von synthetischen Gestagenen und Östrogenen besteht. Mit Kombinationen von natürlichen Abkommen des Progesterons und Östrogenen sowie die reine Östrogenbehandlung verringerte sich das Brustkrebsrisiko im Zusammenhang mit einer Hormonersatztherapie.

Hormonersatztherapie mit Pflanzen

Es gibt ebenfalls eine natürliche, sprich pflanzliche Hormonersatztherapie. Viele Pflanzen enthalten Stoffe, die den Hormonen ähnlich sind. Dr. Katharina Dalton, eine Frauenärztin aus England, gilt als Pionierin auf diesem Gebiet. Dr. John R. Lee aus Amerika hat beispielsweise Wechseljahresbeschwerden mit dem Progesteron der Yamswurzel behandelt.

Bei der natürlichen Hormonersatztherapie sollen keine Nebenwirkungen auftreten und somit auch kein Brustkrebsrisiko bestehen. Doch auch hier wird eine gynäkologische Voruntersuchung und die Bestimmung des Hormonspiegels notwendig. Auch der aus Pflanzen gewonnene Hormonersatz ist verschreibungspflichtig und die Dosierung wird auf den individuellen Hormonstatus abgestimmt.